Herzliche Einladung zu einem Konzert am Karfreitag.
Es erklingen:
- „Gottes Zeit ist die allerbeste“
(genannt: Actus tragicus) BWV 106 - „Meine Seufzer, meine Tränen“ BWV 13
dazu Textlesung und Bachchoräle
Ausführende:
- Sankt-Annen-Kantorei,
- Neues Barockorchester Berlin
- Aiko Bormann – Sopran:
- Chaeseon Kwak – Alt
- Berk Altan – Tenor
- Wonje Song – Bass
- Karin Zapf – Leitung
Zwischen der Entstehung beider Kantaten liegen 20 Schaffensjahre J.S.Bachs. „Gottes Zeit ist die allerbeste“ schrieb er in Mühlhausen 22 jährig (ein vollkommenes Meisterwerk!), die Kantate „Meine Seufzer, meine Tränen“ im dritten Jahr seiner Leipziger Zeit. Beide Kantaten
sind nicht als Passionskantaten geschrieben, sondern eigenständige Trauerkantaten.
Dennoch versinnbildlichen sie den Tod Jesu als menschgewordenen Gottessohn, der für uns durch den Tod ging um uns das Tor zum ewigen Leben aufzustoßen. Er musste Enttäuschung, Ängste und Schmerzen erleiden – das macht ihn uns Menschengleich.
Wir hören von der Hoffnungslosigkeit eines Menschen, der sich von Gott verlassen fühlt, aber auch von der zuversichtlichen Hoffnung auf Gottes Hilfe.
Die ungewöhnliche Instrumentation beider Kantaten – mit zwei Blockflöten – ist sonst in Bachs Werken selten zu finden. Aber auch die Tiefe und Reife beider Werke sind in seinem Kantatenschaffen herausragend.
Im „Actus tragicus“ bekommen die Worte des alttestamentlichen Buches Jesus Sirach 14,18 „Mensch du musst sterben“ und Jesu Worte am Kreuz „in deine Hände befehle ich meinen Geist“ eine musikalische Umsetzung und schlagen den Bogen zum Karfreitagsgeschehen.
Der Choral „Glorie, Lob, Ehr und Herrlichkeit“ beschließt diese Kantate feierlich in der Hoffnung auf Gottes Wirken in unserer Welt, dazu nutzte Bach die Choralmelodie „In dich hab ich gehoffet, Herr“
Eintritt ist frei, um Spende wird gebeten.